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Miteinander

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Füreinander

Familienaufstellungen kommen aus dem Bereich der Familientherapie und haben auf diesem Gebiet bereits viel bewirken können. Daher nutzt man sie heutzutage nicht nur, um Familienbeziehungen darzustellen sondern auch für unterschiedliche Probleme und Aufgabenstellungen. In der erweiterten Form nennt man Familienaufstellungen auch systemisches Stellen. Im beruflichen Kontext wird diese Methode eingesetzt, um zum Beispiel Dynamiken in Teams und Projekten besser zu verstehen und ein besseres, verständnisvolles Miteinander zu erreichen.

Ein harmonisches Miteinander und geheilte Beziehungen sind eine wichtige Grundlage für mehr Zufriedenheit im privaten und beruflichen Alltag. Im Grunde genommen spielen wir Menschen jeden Tag ständig in unseren Beziehungen zu anderen Menschen irgendwelche Rollen und stehen uns dabei gegenseitig „zur Verfügung“. Wir schlüpfen in die Rollen, sobald der Kontext dafür da ist. Zum Beispiel, eine Frau, die Kinder hat, spielt für ihre Kinder die Rolle der Mutter. Dieselbe Frau verändert ihre Rolle, sobald sie ihren Eltern, ihrem Partner, Freunden, Nachbarn, Kollegen, Kunden, Vorgesetzten, usw. gegenüber steht. Sobald ein Mensch eine Rolle spielt, verhält er sich auch entsprechend.

Das Verhalten in den Rollen basiert auf gelernten Mustern und Glaubenssätzen. Sind diese gut und dienlich, darf sich der betroffene Mensch glücklich schätzen. Sind diese Muster und Glaubenssätze destruktiv, führen sie zu Konflikten und belasten den Alltag und letztendlich das eigene Leben. Die Verhaltensmuster wirken sehr subtil und sind für die Betroffenen nicht immer an sich selbst leicht zu erkennen. In den Familienaufstellungen werden diese Muster auf „die Bühne“ gestellt und somit für den Aufsteller leichter zu sehen und zu verstehen.

Um diese Rollen und Muster zu verstehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es gibt Aufstellungen, in denen die Stellvertreter wissen, welche Rolle sie zugewiesen bekommen haben (z.B. ein Stellvertreter weiß, ich bin die Oma). Es gibt aber auch die Möglichkeit, mit verdeckten Rollen zu arbeiten. In so einem Fall wissen die Stellvertreter nicht, welche Rolle sie zugewiesen bekommen haben (ich als Stellvertreter weiß nicht, dass ich in der Aufstellung die Oma bin). In beiden Fällen geht es aber darum, sich spontan von inneren Impulsen und Gefühlen leiten zu lassen. Kann ein Mensch als Stellvertreter kreativ, intuitiv und offen sein, wird er über die hohe Qualität seiner Stellvertreterrollen staunen und viel zur Erkenntnis beim Aufsteller beitragen.

Die Qualität der Erkenntnis beim Aufsteller hängt von seiner inneren Haltung der Aufstellung gegenüber ab. Im Folgenden, die 3 üblichen, potenziellen Haltungen:

  1. Mit dem, was ich da sehe, habe ich nichts zu tun.
  2. Es kommt mir bekannt vor, was ich da sehe. Was hat das wohl mit mir zu tun?
  3. Alles, was ich hier sehe, hat irgendwie etwas mit mir zu tun. Ich will alles sehen und bin bereit, mich damit auseinander zu setzen.

Abschlussbemerkung:

Es gibt Dinge, über die man lange und viel schreiben kann und am Ende weiß der Leser immer noch nicht, worum es wirklich geht und wie es funktioniert. Die Familienaufstellung ist so ein „Ding“. Es ist letztendlich ein Phänomen der menschlichen Wahrnehmung und es lohnt sich, diese Art der Wahrnehmung einfach selbst erlebt zu haben … :-)